Green Lanes
Entdecken Sie Jerseys Green Lanes
Egal, ob zu Fuß oder mit dem Rad: Nutzen Sie Jerseys Green Lanes, um die spektakuläre Landschaft der Insel so richtig zu erleben. Denn auf ihnen lässt sich die natürliche Schönheit am eindrücklichsten erleben – ebenso wie Landwirtschaft, Architektur, Geschichte und Brauchtum der Insel.
Zum Schutz unserer ruhigen Landsträßchen und Feldwege, und für die Sicherheit aller Besucher der Insel, wurden auf Jersey die Green Lanes geschaffen. Auf den zusammen rund 80 km gilt Tempo 24 (in km/h; in Meilen/h sind es 15), und alle Wanderer, Radfahrer und Reiter genießen hier grundsätzlich das Vortrittsrecht.
Green Lanes gibt es in 10 von Jerseys 12 Gemeinden (Ausnahmen: Trinity und St. Saviour). Sie sind durch ein entsprechendes Straßenschild deutlich ausgewiesen.
Nutzen Sie also die Gelegenheit, zumindest einen Teil dieses Wegnetzes zu erkunden – denn nur so wird sich Ihnen der ganze Zauber unserer Insel offenbaren: die zahlreichen Attraktionen im Inselinnern ebenso wie die vielen schönen Flecken an den teils weniger bereisten Küstenabschnitten.
Entlang der gesamten Nordküste verläuft ein praktisch ununterbrochener Fußweg, der Sie zu einigen der atemberaubendsten Landschaften auf den Britischen Inseln führt. Auf Jersey, besonders im Inselinnern, gibt es nicht so viele Fußwege wie auf dem britischen Festland; insbesondere der Zugang zu privatem Grund, z.B. Waldland oder landwirtschaftlich genutzte Felder, ist eingeschränkt.
Die erste Erwähnung der „Green Lanes“ geht auf das Jahr 1986 zurück und findet sich im Island Plan für Jersey, der vom lokalen Parlament, den States of Jersey, im Jahr 1987 abgesegnet wurde. In dem Dokument, das die künftige Entwicklung der Insel festlegt, werden baumgesäumte Feldwege oder Sträßchen erwähnt, die „besonders attraktiv oder von historischer Bedeutung“ sind, und es wird bestimmt, dass „Grundbesitzer, Gemeinden und Regierungsbehörden sich gemeinsam dafür einsetzen sollen, den Charakter dieser Feldwege zu erhalten“.
Mit anderen Worten, der Island Plan unterstrich schon damals die Notwendigkeit, die natürliche Schönheit der schmalen, baumgesäumten Feldwege auf der Insel zu erhalten. Eine Maßnahme, die gleichzeitig allen Wanderern, Radfahrern und Reitern zugute kam, eröffnete sie ihnen doch einen nachhaltig nutzbaren Freiraum, innerhalb dessen ihnen allein – und nicht dem Auto – der Vortritt gebühren sollte.
Der Zauber und die historische Bedeutung von vielen der kleineren Inselsträßchen hängen mit deren antikem Ursprung zusammen. Aus frühen historischen Quellen ist ersichtlich, dass alle Straßen mit mehr als vier Fuß Breite (= rund 1,20 m) einst unter königlicher Aufsicht standen. Jersey übernahm den Brauch, Straßen und Wege nach ihrer Breite einzuteilen, von den Normannen. Diese wurden dann mit den unterschiedlichen lateinischen Bezeichnungen via regia, cheminium regis oder semita regis benannt. Auf Englisch sind diese etwa wie folgt zu übersetzen: King’s Highway (königliche Landstraße), King’s Path (königlicher Feldweg) oder Sentier (königlicher Pfad oder Fußweg) zu übersetzen sind. Zudem existierten bestimmte historische Wegerechte wie Chemin du Moulin oder Chemin des Morts, die das Passieren von Feldern oder anderen Privatgrundstücken erlaubten. (So bezeichnete z.B. Chemin des Morts das Recht, einen Sarg von einem Haus direkt bis zur nächsten Kirche tragen zu dürfen.
Die ersten modernen Green Lanes wurden 1994 in der Gemeinde St. Peter eingeführt. Die Maßnahme fand auf Anhieb breite Zustimmung und hat sich als ebenso populär wie erfolgreich herausgestellt.
Falls Sie Karten des Green-Lane-Netzes oder anderer Wanderzonen erstehen möchten, besuchen Sie bitte den Abschnitt ‚Karten & Führer’. Besucher, die Jerseys Green Lanes mit dem gehen erkunden möchten, klicken auf
www.jersey.com/walking.