Jerseys Gemeinden
Jersey ist in 12 Verwaltungsbezirke bzw. Pfarrgemeinden aufgeteilt, benannt nach den Heiligen, denen die jeweiligen Kirchen geweiht sind. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
St. Helier
St. Helier ist nicht nur ein umtriebiges Städtchen und die bevölkerungsreichste Gemeinde der Insel, sondern auch die Hauptstadt von Jersey – sowie das wichtigste Einkaufsziel. Obwohl hier ein durch und durch zeitgemäßes Shoppingerlebnis auf Sie wartet, werden Sie feststellen, dass hier viele der alten französischen Straßennamen überlebt haben und dass viele Geschäfte noch immer den Namen ihrer einstigen Gründer tragen.
Benannt ist das Städtchen nach dem bedeutendsten und bekanntesten Heiligen der Insel: Sankt Helier, der während des 6. Jahrhunderts in Jersey lebte und wirkte. Zu den Highlights des Ortes gehören die Kirche mit verschiedensten architektonischen Stilen sowie der Central Market aus dem Jahr 1882, auf dem Frischprodukte aller Art sowie Fleisch, Fisch und Blumen aus lokaler Produktion angeboten werden.
St. Helier ist auch der Sitz des Parlaments der Insel, das jeweils in der States Chamber auf dem Royal Square tagt und eines der ältesten im gesamten Commonwealth ist.
Im Besucherzentrum auf dem Liberation Square erfahren Sie alles Weitere über die Attraktionen im Städtchen und auf dem Rest der Insel.
St. Brelade
Diese Gemeinde liegt an der südwestlichen Küste und umfasst das schmucke Städtchen St. Aubin, das über einen eigenen schiffbaren Hafen verfügt. Bei der Landspitze von Noirmont stehen noch heute einige der größten deutschen Befestigungsanlagen aus der Besatzungszeit.
Daneben ist hier auch einer der beliebtesten Inselstrände zu finden, die exotische, palmengesäumte Bucht von St. Brelade, an deren Ende die aus dem 11. Jahrhundert stammende Pfarrkirche steht, ein aus dem Inselgranit geschaffenes Bauwerk.
St. Ouen
In St. Ouen, einer der größten und interessantesten Gemeinden, finden sich St. Ouen’s Manor und Grosnez Castle.
Die Hauptattraktion ist allerdings die Five Mile Road, die sich trotz des Namens nur über 3 Meilen (knapp 5 km) erstreckt. Auf der einen Seite dieser Straße befinden sich die ausladende Bucht von St. Ouen und Jerseys Atlantikküste, auf der anderen eine der schönsten Dünenlandschaften in ganz Europa.
St. Martin
In dieser Gemeinde finden sich noch heute eine Vielzahl traditioneller Bauernhöfe, besonders entlang der Sträßchen um Rozel und St. Catherine. In Letzterem wartet außerdem Breakwater („Wellenbrecher“), eine über 640 Meter lange Mole, die dem Schutz der angelegten Schiffe dient, sowie Mont Orgueil Castle, das Sir Walter Raleigh so ans Herz gewachsen war, während als Jerseys Gouverneur tätig war (1600-1603).
Der Hafen von Rozel ist einer der malerischsten von ganz Jersey, und zwischen Rozel und St. Catherine laden zudem drei kleine, aber umso hübschere Buchten zum Entspannen ein: Fliquet, La Coupe und Saie Harbour.
St. Mary
Eine der nördlichsten Gemeinden von Jersey, die die kleinste Zahl an Einwohnern hat. Die berühmteste Naturattraktion ist Devil’s Hole („Höllenloch“), ein spektakulärer Krater mitten in den Klippen.
Hier findet sich außerdem einer der beliebtesten Sandstrände der Insel, Grève de Lecq, wo man so richtig schön Sonne tanken und den Fischern beim Entladen ihrer Boote zusehen kann. The Elms schließlich, am vor Ort auslaufenden Ende des St. Peter’s Valley, ist der Sitz des National Trust for Jersey, einer Stiftung, die sich ganz dem Denkmal- und Landschaftsschutz verschrieben hat.
St. John
In diesem historischen Fleckchen voller Geheimnisse liegt der Centre Stone der Insel, sein geografisches Herz, mitten im Dörfchen Sion. Bei Ronez und Sorel Point dagegen verläuft die North Road, ein Zeugnis aus der Zeit der deutschen Besatzung, und an der Küste „laueren“ die Wolf’s Caves, die nur über einen sehr steilen und riskanten Fußpfad zu erreichen sind.
Trinity
Der berühmte Durrell Wildlife Conservation Trust, der sich für den Schutz bedrohter Arten einsetzt, hat hier sein Zuhause, auf dem Gelände von Les Augrès Manor. Mit 138 Metern über Normalnull ist Les Platons der höchste Punkt der Insel und Standort des BBC Fernsehmastes. Am nahen Bouley Bay Hill trifft sich die Motorsportgemeinde zu nationalen und internationalen Bergrennen.
Ebenfalls einen Besuch wert ist die Pfarrkirche, in der sich eine der schönsten Wandplastiken auf der Insel befindet: das Bildnis von Sir Edouard de Carteret.
St. Saviour
Eine ausgedehnte Gemeinde nahe St. Helier. Hier befindet sich die letzte Ruhestätte einer der berühmtesten Töchter der Insel, Emilie Charlotte le Breton – besser bekannt als Lillie Langtry, eine skandalumwitterte Bühnendiva aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Außerdem steht hier das Government House, ganz in der Nähe der Pfarrkirche, das neben Mont Orgueil Castle und Elizabeth Castle der dritte offizielle Wohnsitz des Gouverneurs von Jersey ist.
Ebenfalls ein Muss ist La Hougue Bie, eine der am besten erhaltenen neolithischen Grabkammern in Europa.
Grouville
An der südöstlichsten Ecke der Insel gelegen, sind in Grouville die lokalen Austerngründe zu finden. Daneben warten das Queen’s Valley Reservoir und das malerische Dörfchen Gorey, das jede Menge feiner Fischlokale sowie ein alljährlich stattfindendes Sommerfestival zu bieten hat. Die Royal Bay of Grouville, auf die man von Mont Orgueil Castle aus den besten Blick hat, wurde 1859 auf Geheiß von Queen Victoria höchst persönlich mit dem Beiwort „Royal“ (Königlich) geadelt.
St. Clement
In dieser an Jerseys Südostküste gelegenen Gemeinde erwartet Sie der ungewöhnlichste Küstenabschnitt auf der ganzen Insel: „Moonscape Beach“, so benannt wegen der 3 Kilometer langen Mondlandschaft mit zerklüfteten Felsen, die bei Ebbe ans Tageslicht kommt. Aber Achtung: Wandern Sie nicht zu weit hinaus, die Geschwindigkeit der einkommenden Flut hat schon so manches Opfer gefordert! Green Island, eine prähistorische Stätte, liegt 274 Meter vor der Küste.
St. Lawrence
Dieses Gebiet besteht vor allem aus landwirtschaftlich genutzten Feldern und liegt bis auf einen schmalen Zugang zum Meer im Landesinneren. Dafür findet man hier die Jersey War Tunnels, die während der deutschen Besatzung in den Fels gehauen wurden, und Le Rât Cottage, ein Prachtexemplar eines Anwesens aus dem 17. Jahrhundert, das heute unter der Obhut des National Trust for Jersey steht. Auf jeden Fall einen Besuch wert ist auch Hamptonne, ein Freilichtmuseum aus liebevoll restaurierten Bauerngehöften (geöffnet Ende März bis November).
St. Peter
St. Peter ist der erste Ort, den Sie betreten werden, wenn Sie mit dem Flugzeug anreisen, denn hier befindet sich der Flughafen. In St. Peter’s Village, das in den letzten Jahren einen richtigen Boom erlebt hat, erwartet Sie eine Reihe von Shops, Supermärkten und sogar eine Brauerei, wo echtes Ale gebraut wird.
Das malerische St. Peter’s Valley mit seinen steilen Flanken verläuft von Bel Royal nach St. Mary und lockt mit grünen Wiesen, klaren Bächen und der unter Denkmalschutz stehenden Le Moulin de Quétivel, der einzigen noch voll funktionsfähigen Mühle ihrer Art.