Jersey Royals Tray

Jersey Royals

Über die Hälfte der Landfläche Jerseys wird für Viehzucht und Ackerbau genutzt – kein Wunder also, dass die Landwirtschaft zu den größten Wirtschaftszweigen auf Jersey gehört.

Produktion

Über die Hälfte der Landfläche Jerseys wird für Viehzucht und Ackerbau genutzt – kein Wunder also, dass die Landwirtschaft zu den größten Wirtschaftszweigen auf Jersey gehört.

Die Frühkartoffeln der Sorte Jersey Royal machen den Großteil der Exporte an Frischware aus.

Je nach Wetterlage in der Wachstumsphase (Januar bis März) beläuft sich die Gesamternte der Jersey Royal im Normalfall auf 30.000 bis 40.000 Tonnen pro Jahr. Auf dem Höhepunkt der Produktion im Mai werden täglich bis zu 1.500 Tonnen exportiert. Die Erntehelfer arbeiten in Zwölfstundenschichten, damit die Kartoffeln schon am nächsten Nachmittag in die Supermärkte kommen.

Vom Feld auf die Gabel

Jersey Royals werden auf Jersey schon seit über hundert Jahren angebaut. Heute gibt es etwa 55 Inselbauern, die sich oft ausschließlich auf diese Kartoffelsorte spezialisiert haben.

Die Feldfrüchte wachsen auf einer Fläche von rund 15.000 vergées (ein englischer acre hat 2,25 vergées – die Gesamtfläche entspricht also 6.700 acres oder mehr als 27.000 Hektar).

Die Erde auf Jersey ist leicht und gut entwässert. Viele Bauern benutzen noch immer Seetang von den Stränden Jerseys als natürliches Düngemittel (von den Einheimischen vraic genannt). Ebbe und Flut sind auf Jersey stärker als an den meisten anderen Küsten dieser Welt und die mächtigen Meeresbewegungen spülen große Mengen vraic ans Ufer. Die Gepflogenheit, den Tang auf dem Ackerland auszubringen, stammt bereits aus dem 12. Jahrhundert.

Geschichte

1878 war für die Kartoffelbauern auf Jersey ein bedeutendes Jahr – das Jahr der Entdeckung einer neuen Kartoffelsorte, die man Jersey Royal Fluke taufte.

Bis zur Entdeckung der Royal wurden die verschiedensten Kartoffelsorten auf der Insel angebaut. Dann sah der Farmer Hugh de la Haye eines Tages zwei riesige Exemplare in der Auslage eines Geschäfts. Er kaufte sie und nahm sie mit nach Hause. Am Abend lud er einige Freunde zum Essen ein und zeigte ihnen danach die beiden Riesenkartoffeln. Eine davon hatte 15 „Augen“ (die Keimansätze der Pflanze).

Die Freunde schnitten diese Kartoffel in sechzehn Teile und pflanzten sie in ein côtil am Tal von Bellozanne (als côtils bezeichnet man auf Jersey die steil am Hang liegenden Felder, oft mit Blick auf die See).

Das folgende Frühjahr brachte ihnen eine reiche und frühe Ernte. Seltsamerweise wuchsen an einer Pflanze nur nierenförmige Kartoffeln, obwohl die Mutterkartoffel und die meisten anderen neuen Pflanzen runde trugen – die Geburtsstunde der Jersey Royal! Man hegte und pflegte sie sorgfältig, um schließlich die heutigen Jersey-Royal-Sorten zu züchten, die inzwischen fast die Hälfte aller Einnahmen aus landwirtschaftlichen Produkten ausmachen.