Meeresfrüchte

Das Jersey umgebende Meer beschert der Insel eine Unmenge an Schalentieren höchster Qualität, darunter Taschenkrebse, Spinnenkrabben, Hummer, frische Jakobsmuscheln und Austern.

Das Jersey umgebende Meer beschert der Insel eine Unmenge an Schalentieren höchster Qualität, darunter Taschenkrebse, Spinnenkrabben, Hummer, frische Jakobsmuscheln und Austern.

Man bekommt natürlich auch einfachere Gerichte wie Jersey-Scholle, Seebarsch oder Makrele. Und wenn Sie Glück haben, wird Ihnen irgendwo vielleicht sogar unsere lokale Delikatesse, das Seeohr, angeboten.

Jakobsmuscheln

Von Hand gesammelte Jakobsmuscheln sind eine weitere kulinarische Spezialität der Insel. Die Bouley Bay ist nicht nur ein ideales Terrain für Sporttaucher, hier werden auch jeden Tag riesige Kübel mit Muscheln an der Granithelling angelandet. Auch auf der anderen Seite der Insel sind Lieferwägen voller Jakobsmuscheln unterwegs.

Austern

Das Meer rund um Jersey wird vom Golfstrom erwärmt und bietet damit einer Vielzahl von essbaren Meerestieren eine Heimat, darunter Krabben, Seezunge, Scholle und Hummer. Auch eine 25,1 Hektar große Austernfarm gibt es auf Jersey – von hier kommen die „Royal Bay Oysters“ aus der Royal Bay of Grouville. Jedes Jahr werden rund 200 Tonnen Austern produziert, von denen 90 % für den Export nach Frankreich bestimmt sind. Das Unternehmen erzeugt inzwischen auch mehr als 12 Millionen noch nicht ausgewachsene Austern, die als „Halbware“ an Schalentierzüchter in Frankreich und Großbritannien verkauft werden, wo sie bis zur Marktreife wachsen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der Jersey Oyster Company www.jerseyoyster.com.

Krabben

Der Taschenkrebs, eine braune Krabbenart (oben abgebildet), wird gern in einem frischen Krabbensandwich oder auf einer Meeresfrüchteplatte gereicht. Die Einheimischen bevorzugen allerdings das süße, unverwechselbare Fleisch der Spinnenkrabbe, die außerhalb Frankreichs nur sehr selten vorkommt. Auf Jersey gilt ein ausgiebiges Mittagessen, bei dem man das Krebsfleisch genüsslich aus der Schale löst, schon als Vergnügen an sich.

Spinnenkrabben sind im Frühjahr und Herbst am besten und werden unter anderem auf dem Beresford Market in St Helier angeboten, wo bereits seit 1841 Fisch verkauft wird. Meeresfrüchte direkt aus dem Wasser findet man bei Faulkner's Fisheries an der Nordspitze der St Ouen's Bay.

Miesmuscheln

Der Großteil aller Miesmuscheln, die in den Restaurants von Jersey serviert werden, stammt von der Jersey Oyster Company aus der Royal Bay of Grouville. Diese Muscheln werden nach einer traditionellen Methode, die in der Bretagne und der Normandie vorherrscht, aus Muschellarven an Holzpfählen gezüchtet. Dementsprechend heißen sie „Bouchot-Muscheln“ und werden jedes Jahr ab Hochsommer geerntet. Dank ihres besonders süßen, saftigen Fleisches sind sie während ihrer kurzen Saison überaus gefragt. Sie enthalten keine Schmutzpartikel, da sie nicht mit dem Meeresboden in Kontakt kommen. Zwischen Juni und September werden auf Seilen angesiedelte Muschellarven aus Irland eingeführt. Diese Seile wickelt man um die Bouchot-Pfähle, wo die Muscheln den Winter und das folgende Frühjahr über heranwachsen. Geerntet werden sie im Juli und August mit land- und wassergängigen Muschelkähnen mit Kran, der die Muscheln von den Pfählen sammelt. Dann werden sie gewaschen, sortiert und regional verkauft.

Ormers (Seeohren)

Das Seeohr (Englisch ormer, vom Französischen oreille de mer) ist ein seltenes Schalentier. Die Kanalinseln stellen die nördliche Grenze seines Verbreitungsgebiets dar. Um den Bestand zu schützen, gelten strenge Vorschriften für das Sammeln von Seeohren.

Sie sind allerdings derart selten, dass man sie wohl kaum auf der Speisekarte eines hiesigen Restaurants findet. Wenn die Fischer vor Ort mit viel Glück einige Exemplare finden, dann enden diese meist im Familienkochtopf und nicht auf dem Markt.